Die Schützengesellschaft Hermsdorf



Die Gesellschaft wurde 1797 gegründet.
Das Vogelschießen wurde in Ringethal durchgeführt. Aber ab 1824 wurde in Hermsdorf auf Seifert (Garten) geschossen. Geschossen wurde mit einer Armbrust auf einen Vogel aus Holz.
Ab 1849 bis 1875 wurde auf Scheibe mit der Büchse geschossen. Die Herrschaft von Ringethal Baron E. von Bülow nahm von 1824 bis 1835 daran teil.
Ab 1876 wurde wieder mit der Armbrust geschossen. Die Erlaubnis zum Schießen kostete in Rochlitz zwei Mark und achtzig Pfennige.

Bewaffnete Auszüge waren ab 1889 nicht mehr gestattet.
1890 mußte ein Schießstand gebaut werden, mit festem Haus, Seitenblenden und Deckung. Dieses Haus befand sich an der Dorfstraße und die Scheiben an Seiferts (Garten) Scheunengiebel.
1931 kam der Schießstand neben den Gasthof. Die Vorschriften wurden strenger und es wurde ein Aufenthaltsraum angebaut.
Bis 1945 wurde auf der Anlage mit Tesching (Kleinkalibergewehr) geschossen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war alles vorbei, die Waffen mußten abgegeben werden.

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Der letzte Schützenkönig war WILLI EIFRIG aus Hermsdorf. Er wurde selbiger am 26. Juni. 1939

Zum Schützenfest gab es auch immer eine Volksbelustigung. Es gab eine Luftschaukel, Reitschule, Zuckerwatte und Würstchenbude.
Ein Fischbrötchen kostete 5 Pfennige, Rollmopsbrötchen 10 Pfennige.

Um 1880 bekommt der Schützenkönig 6,00 Mark und hat zwei Fässer Bier zu geben.