Das Auenbachfischen
Das Auenbachfischen war ein ganz alter Brauch.
In dem Verein waren die ganzen Anlieger welche an den Bach mit der Wiese oder Wald angrenzten.
Dies waren die Bauern von Hermsdorf und Weinsdorf.
In Frühjahr wurden die Wehre im Bach erneuert oder ausgebessert. Auch Forellen hat man
an ruhigen Stellen eingesetzt.
Das Fischen fand zwischen Heu- und Getreideernte statt.
Zwischen den Wehren wurden unter den großen Steinen die schönsten Exemplare gefangen.
In den Wehren hat man mit Stangen an den Ufern gestochert. In den Tümpeln dann mit einem
Fischham die Forellen gefangen. Die Großen wurden rausgeworfen und sofort geschlachtet.
1937 ging sogar ein Aal ins Netz. Auch Krebse waren jedes Jahr dabei.
Das Festessen fand einmal in Hermsdorf, das andere Jahr in Weinsdorf statt. Am Abend ging da
der Bauer mit seiner Frau zu Fuß durch die Aue zum Festtagsschmaus. Anschließend gab es bei
gemütlichem Beisammensein und Musik noch ein Tänzchen.
Diesen Brauch gab es bis 1939.