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Ten-Tec Scout 555

Vergleich Min/Max

5 Uhr Maximum
4 Uhr
3 Uhr (rechts)
2 Uhr
1 Uhr
12 Uhr (oben)
11 Uhr
10 Uhr
9 Uhr (links)
8 Uhr
7 Uhr Minimum

Messung und Spectrum Lab Einstellungen


Ten-Tec Scout 555

Ten-Tec Scout 555

← ← ← In der linken Spalte sind die Ergebnisse der Filtermessung zu finden.

Der Scout ist klein, leicht und handlich. Dabei ist er sehr stabil und liefert 50 W PEP/CW. Das Gerät ist offensichtlich für den Mobilbetrieb entwickelt worden. Und das haben die Ten-Tec Ingenieure hervorragend geschafft: Der VFO-Knopf dreht sich etwas schwerer als normal, damit er sich nicht verstellt, wenn jemand in ein Schlagloch fährt. Zusätzlich wird die Frequenz durch einen Mikroprozessor stabilisiert. Und wer sowieso aus dem Auto aussteigen muss, um die Mobilantenne neu abzustimmen, kann auch ein Bandmodul wechseln. Durch die Bandmodule ist der Scout sehr preiswert gewesen.

Die Ergonomie ist gut: große Knöpfe, keine Untermenüs - einschalten und losfunken. Dabei ist die Bedienung ultra-einfach. Es gibt zum Beispiel keinen Schalter für Betriebsart. Einfach die PTT-Taste des Mikrofons drücken, und das Gerät arbeitet in SSB. Die Morsetaste drücken und die Betriebsart ist CW. Der Komfort ist aber nicht zu kurz gekommen: Ein großes Display zeigt die Frequenz an und ist sehr gut lesbar. Für CW ist ein Keyer eingebaut. Man kann zwischen den Zeichen hören (QSK). Der Empfangsversatz (RIT) ist +/- 1 kHz.

Natürlich lohnt es sich trotzdem, das Handbuch zu lesen, obwohl der Scout so einfach zu bedienen ist. Beispielsweise liegt bei Telegrafie die Sendefrequenz 750 Hz unterhalb (bei LSB) oder oberhalb (bei USB) der angezeigten Frequenz. Macht Sinn, weil der Träger gesendet wird.

Die genaue Einstellung der Mikrophonverstärkung (MIC gain) ist nicht so wichtig, wie das Handbuch suggeriert. Ich bekomme durchgehend gute Modulations-Rapporte - egal, ob ich die Verstärkung auf 9 Uhr oder 12 Uhr stelle. Eine Modifikation bietet sich an, bei der die Empfindlichkeit des Empfängers (RF gain) auf diesen Drehknopf gelegt wird. Diese Modifikation ist in der Dateisammlung der Yahoo Ten-Tec Scout-Gruppe zu finden (siehe Linksammlung unten). Alternativ lässt sich beim Empfang auch ein externer Abschwächer zuschalten. Wirklich wichtig sind solche Maßnahmen allerdings nicht, denn die Entwickler haben schon auf Großsignalfestigkeit Wert gelegt.

Eine Besonderheit des Scouts ist das Jones-Filter: Ein 9-poliges Quarzfilter, das zwischen 500 Hz und 2,5 kHz stufenlos verstellbar ist. Meine Lieblingseinstellungen des Filters sind bei 8 Uhr (links unten) für CW und 3 Uhr (rechts) für SSB. Der Klang ist hervorragend.

Linksammlung