TO7C: Funk DXpedition nach Französisch Guyana 2005

 

Autor: OE3GCU

20 Jahre seit meiner Lizenzierung als OE3GCU musste ich darauf warten, einen meiner Träume in Erfüllung gehen zu lassen. Zur Vorgeschichte: Als ich 2004 nach einer Veränderung im QRL einen alten Bekannten, Günther OE5TGL/F5VHQ, wieder traf, begann alles seinen Lauf zu nehmen. Günther war kurz davor, mit seinen französischen Funkfreunden nach Togo aufzubrechen und als 5V7C eine tolle DXpedition zu veranstalten. Ich konnte Ihn mehrmals erreichen, und irgendwie ist man dann auch ein Teil der Expedition, wenn man einen der Teilnehmer persönlich kennt. Nach seiner Rückkehr aus Togo trafen wir uns im QRL, und Günther erzählte mir von den Plänen eines neuen Funkabenteuers. Ich war natürlich sehr interessiert wohin es das Team diesmal verschlagen sollte. Etwa im Oktober 2004 erhielt ich dann einen Anruf von Günther. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte nach Französisch Guyana mitzukommen. Meine erste Reaktion war natürlich ein überschwängliches „Ja" – aber... Wie sag ich es meiner Frau und der Familie? Nach einigen Schlachtplänen versuchte ich meine Frau von der Wichtigkeit meiner Teilnahme an dem Unternehmen zu überzeugen. Zu meiner Verwunderung stellte sich rasch heraus, dass dies gar nicht auf Ablehnung stieß. Wenn ich mir die Teilnahme so sehr wünsche, und wir es uns finanziell leisten können, hätte die Familie nichts dagegen.

Sofort nach der guten Nachricht rief ich Günther in Paris an und überbrachte ihm die tolle Nachricht. Nun begann ich allerdings bereits ein wenig zu zittern. Nachdem ich kein Wort Französisch spreche und den Rest des Teams gar nicht kannte, hatte ich so meine Bedenken. Über das Reiseziel, die „Iles du Salut" IOTA SA-020, versuchte ich im Internet etwas herauszufinden. Kein leichtes Unterfangen, wenn man der Landessprache Französisch nicht mächtig ist. Dann begannen jedoch auch schon die ersten E-Mails zwischen den zehn Teilnehmern zu laufen. Im Team begrüßt wurde ich zwar auf Englisch, aber die weitere Kommunikation wurde zu meiner Verzweiflung in Französisch abgewickelt. Da sprang dann mein langjähriger Freund Wolfgang OE1WMS ein. Er und Günther hatten immer wieder das Vergnügen, mir die wichtigsten Dinge zu übersetzen, damit ich in die Planung der Ausrüstung und die damit verbundenen Vorbereitungen eingebunden sein konnte.

Bereits im November buchte ich das Flugticket. Es sollte für mich am 8. März losgehen. Von Wien nach Paris und am nächsten Morgen mit dem Team weiter nach Cayenne, der Hauptstadt von Französisch Guyana. Nachdem ich vom Reisebüro die Flugdaten und den Preis erhalten hatte, entschied ich mich, das ganze mit Günther am Abend noch telefonisch zu besprechen. Als ich dann am nächsten Morgen im Reisebüro anrief um die Tickets zu buchen, erklärte mir die nette Dame, dass das Ticket nun etwa 70 Euro mehr kosten würde. Das konnte ich nicht glauben, aber es war leider so. Von einem Tag auf den anderen können sich eben die Fluggebühren ändern. Das sei durchaus normal. Naja, was soll ich da machen? Also schnell ein E-Mail ans Reisebüro, damit der Preis nicht noch weiter steigt. Als ich dann zwei Tage danach einen Anruf von Günther erhielt und er mich fragte, ob ich nicht schon ein paar Tage früher fliegen wolle, ahnte ich bereits Schlimmes. Es stellte sich heraus, dass es zwei Gruppen geben würde. Eine „Pathfinder" Gruppe, der auch Günther angehörte, wollte sich bereits drei Tage früher auf den Weg machen. Also wollte ich meinen Flug umbuchen, um auch beim ersten Team dabei sein zu können. Dies kostete dann nochmals hundert Euro extra...

Um die Lizenz, Unterkunft und alle anderen Vorbereitungen kümmerte sich das französische Team. Es wurden Kontakte mit lokalen Funkamateuren geknüpft, und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Ich bot an meinen Yaesu FT-897 mit eingebauten Filtern mitzunehmen, und auch für die Lowband Empfangsantenne war ich zuständig. Weiters kümmerte ich mich um die Beschaffung von fünf Laptops, die ich bereits im Jänner zum Aufsetzen der Log- und Digimode Software nach Frankreich zu Bruno F5AGB schickte. Ich begann eine Liste zu schreiben, um auch ja nichts zu vergessen. Angefangen von 60 Metern Antennenlitze, 50 Metern Koax und 50 Metern Steuerleitung für die K9AY Emfpangsantenne und einem sieben Meter langen Glasfiebermast bis zu diversen Stecker, Adaptern und Zwischenkabeln, Headset samt Fußschalter usw. – alles musste ins Gepäck. Eines der Ziele war, ohne Übergepäck auszukommen. Dies sollte sich als gar nicht so einfach herausstellen.

Auch auf die nötigen Impfungen darf keinesfalls vergessen werden. Ich erkundigte mich im Tropeninstitut und bei unserem Betriebsarzt über die notwendigen Vorkehrungen. Gelbfieber, Typhus, Hepatitis bis hin zu Tetanus, das alles muss man sich in Form von Spritzen verabreichen lassen. Malariatabletten müssen zur Vorsorge eingepackt werden, und auch für den Darm sollte man vorsorglich etwas mitnehmen. Bei der Finanzierung der Impfungen halfen mir die Freunde aus unserem Funkclub, dem ADL325, mit einer kleinen Geldspende.

Unsere Internetseite, http://to7c.free.fr/, war dank Pascal F5JSD ganz toll geworden, wir versuchten schon im Vorfeld der interessierten Funkgemeinschaft Informationen über das geplante Unternehmen anzubieten. Es fanden auch einige Teambesprechungen in Paris statt, bei denen ich jedoch leider nicht teilnehmen konnte. So vergingen die verbleibenden Wochen wie im Flug und der Tag der Abreise kam immer näher. In der Woche vor dem Abflug erkrankte noch einer meiner Sprösslinge und ich hatte große Sorge angesteckt zu werden. Dies war nicht ganz unberechtigt, wie sich später noch herausstellen sollte.

Am Samstag, dem 5.März, war es dann endlich soweit. In der Früh verfolgte ich noch den ARRL SSB Contest und konnte auf 80m FY5KE mit starkem Signal aufnehmen. Kurz nach Mittag holte mich mein Freund Wolfgang OE1WMS mit seiner kleinen Tochter von zu Hause ab, um mich zum Flughafen zu bringen. Ich plante etwas mehr Zeit ein, weil ich mit möglichen Komplikationen beim Check in und bei den Kontrollen rechnen musste. Zu meiner Verwunderung interessierte sich niemand für mein Handgepäck. Drinnen war der Tranceiver samt Netzgerät, die Steuereinheit der K9AY sowie sonstige Kleinteile untergebracht. Den Glasfiebermast hatte ich auch noch in der Hand. Der Koffer wog immerhin 23 Kilogramm statt den erlaubten 20, und das Handgepäck brachte auch 12 Kilo auf die Waage. Es schien aber innerhalb der Toleranzgrenze der Fluggesellschaft zu liegen.

Der Flug nach Paris war recht ruhig und Günther erwartete mich bereits. Wie stiegen in ein Taxi und fuhren zu Günther in die Wohnung im Herzen von Paris. Er führte mich herum und wir beschlossen unseren Hunger in einem der Beisel zu stillen. So ging der Abend bei einem guten Glas Wein und reichlich Funkerlatein zu Ende. Wir hatten wegen des Wetters noch starke Bedenken weil, für den Raum Paris Schneefall angesagt war und in der vergangenen Woche sogar der Flug nach Cayenne abgesagt worden war. Am nächsten Tag regnete es dann zwar leicht, aber die Temperatur betrug immerhin +1°C.

Wir nahmen wieder ein Taxi, um uns am Flughafen mit den Teammitgliedern des Pathfinder Teams, Franck F5TVG, Jean Paul F8BJI und Bernard F9IE, zu treffen. Auch einige Freunde des Teams waren gekommen, um uns noch eine gute Reise zu wünschen. Günthers Koffer brachte immerhin 36 Kilo auf die Waage. Nachdem er allerdings Vielflieger ist, war auch das kein Problem.

Nach acht Stunden Flugzeit kamen wir wohlbehalten gegen 16 Uhr Lokalzeit in Cayenne an. Die Zeitverschiebung beträgt vier Stunden. Auch dieses Mal hatten wir keine Zollprobleme, nur die Koffer ließen auf sich warten. In der Ankunftshalle wurden wir von FY5HE mit XYL, FY5FU mit XYL und FY5YR mit einem Schild „TO7C" sehr herzlich empfangen. In der klimatisierten Halle war noch alles in Ordnung. Beim ersten Schritt nach draußen allerdings erwarten uns 32°C und etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Es dauert schon eine Weile, bis man sich an diese Umstände gewöhnt hat. Unser Gepäck wurde auf einen Pickup, wo schon die geborgten Cushcraft R7000 zerlegt warteten, und in zwei weitere PKW verladen. Wir teilten uns auf und die Fahrt von Cayenne nach Kourou konnte beginnen.

Die ersten Eindrücke waren fantastisch. Direkt neben der Strasse beginnt der Urwald. Bananenpalmen und exotische Pflanzen soweit das Auge reicht. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreichten wir unser Übernachtungsquartier. Allerdings standen wir beim Apartment vor verschlossenen Türen. Erst nach einigen Anrufen und etwa 45 Minuten später kam die Betreuerin um uns aufzusperren. Nachdem wir das Gepäck sicher verstaut hatten, führte uns der erste Weg unter die Dusche. Wir trafen uns anschließend im Hof, und nach einigen (französischen) Diskussionen ging es Richtung Clubstation, welche auf dem Gelände des Raumfahrtszentrums untergebracht ist. Ich erfuhr, dass wir von den lokalen HAM´s eine Endstufe geborgt bekommen sollten. Dort angekommen war es gerade dunkel geworden, und der kurze Weg vom Auto in den Container der Clubstation wurde wegen der Moskitos zum Wettlauf für Blutspender. Reichlich Insektenschutzmittel sollten daher im Gepäck nicht fehlen. Der ARRL Contest war noch in vollem Gange, es war schon ein Erlebnis den von OE gehörten OP´s nun bei der Arbeit zusehen zu können. Im Shack saßen drei OP´s vor den High End Geräten, die kontinuierlich das heftige US-Pileup abarbeiteten. Wir erfuhren, dass die Endstufe irgendwo anders gelagert war und dass wir diese erst nach Contestende bekommen würden. Somit verabschiedeten wir uns und machten uns auf die Suche nach einem Lokal. Obwohl die lokalen HAM´s die Autos lenkten, wurde die Suche zu einer Stadtrundfahrt durch Kourou. Schließlich wurden wir doch fündig, und gegen 22 Uhr Lokalzeit sitzen wir in einem marokkanischen Lokal beim Abendessen. Wir bekommen als Aperitif 50 prozentigen Rum serviert. Ich kann nur sagen der brennt nicht nur beim Schlucken. Leider plagt mich mittlerweile kräftiges Halskratzen (nicht vom Rum) und ich befürchte, dass ich mich im Flugzeug verkühlt habe. Nach einem ausgiebigen Essen fahren wir zurück ins Apartment. Günther und Bernard bleiben noch munter, um auf die Endstufe zu warten. Diese wird dann etwa eine Stunde nach Contestende in unser Apartement gebracht. Ich schlafe nach dem ersten anstrengenden Tag bereits tief und fest.

Am Montag um 7 Uhr ist Tagwache. In der Nacht und in der Früh hat es heftig geregnet. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg, um irgendwo ein Frühstück zu bekommen. Wir finden ein kleines Geschäft, ich kaufe mir etwas Essbares und etwas zu trinken. Weiters reservieren wir noch 60 Flaschen à 1,5 Liter Trinkwasser. Wir erreichen zu Fuß den kleinen Hafen, von wo das Schiff zu den Inseln fährt. Ich bleibe dort, der Rest der Mannschaft macht sich auf den Weg zurück zum Apartment, wo schon ein organisierter Lieferwagen wartet. Das Gepäck und die Ausrüstung werden verstaut und die Wasserflaschen beim Geschäft abgeholt. Dann beginnt das Verladen unserer Ausrüstung auf das Schiff. Zum Glück gibt es einen kleinen Transportkarren, und so müssen wir nur zweimal über den langen Steg zum Schiff gehen. Das Schiff legt um 8h30 ab und die Überfahrt kann beginnen. Das Wasser sieht sehr schmutzig aus. Dies ist jedoch nur der Schlamm und die rote Erde aus dem Dschungel, welche die Flüsse ins Meer hinaustragen. Nach 1,5 Stunden Fahrzeit und reichlich Geschaukel sehen wir die Inseln immer näher kommen. Das Ziel unserer Reise ist damit zum Greifen nahe.

Die Inselgruppe besteht aus drei Inseln. Der Hauptinsel Ile Royale, welche für die nächsten zehn Tage unser Zuhause sein sollte, Saint Joseph und Ile du Diable, die Teufelsinsel. Die Inseln wurden von Frankreich seit 1852 als Gefängnisinseln benützt. Aus vielen Gefängnissen in Frankreich wurden die Gefangenen nach Ile du Salut verlegt, und bereits 1852 waren über tausend Häftlinge auf den Inseln untergebracht. Der letzte Gefangene verließ 1953 die Insel und ab 1972 wurde die Insel für diverse Ballonstarts verwendet. Jetzt werden die Inseln von Touristen aufgesucht, die sich die Überreste der Gefängnisse und die nun weitgehend unberührte Fauna und Flora ansehen.

An der Anlegestelle werden wir von der Betreiberin der Anlage mit einem golfwagenähnlichen Gefährt abgeholt. Wir beladen das Vehikel, Günther und ich zwängen uns zu der Dame nun zu dritt auf zwei Sitze. Die Fahrt geht durch einen kleinen Wald auf den höchsten Punkt der Insel, 47 Meter über dem Meeresspiegel. Wir werden in den ehemaligen Häusern der Gefängniswärter untergebracht. Diese Häuser wurden restauriert und bestehen aus zwei Räumen, dem Schlaf/Wohnraum und einem Bad/WC. Also nicht gerade geräumig und auch keine luxuriöse Ausstattung. Außer zwei Betten, einem Tisch mit zwei Sesseln und einem kleinen offenen Schrank hat das Zimmer nichts zu bieten. Im Bad gibt es nur kaltes Wasser und beim Duschen ist der ganze Raum, mangels fehlendem Duschvorhang, nass. Glasscheiben gibt es auf der ganzen Insel keine. Die Fenster und Türen haben nur außen Holzjalousien und innen Fliegengitter. An der Decke ist ein Ventilator, der sich in drei Geschwindigkeitsstufen regeln lässt. Von Luxus keine Spur. Das haben wir aber auch nicht erwartet. Der Rest der Mannschaft mit unserem Wasservorrat und dem Großteil des Gepäcks wird mit dem Pickup der örtlichen Gendarmerie transportiert. Ja richtig, auf der Insel sind auch drei Gendarmen stationiert. Ich habe zwar nicht herausgefunden, wofür, aber denen geht es auf der Insel sichtlich gut. Unter Stress leiden sie jedenfalls nicht. Bei der Überfahrt haben wir kurz besprochen, wie der Stationsaufbau ablaufen soll. Erst alle Antennen bauen, dann Computernetzwerk aufbauen und dann funken. Also gleich die Ausrüstung ausgepackt und die Antennenlocations inspiziert. Vor den Häusern ist eine große Wiese und gegenüber befinden sich einige Überreste der Gefängnismauern. Zwischen den Häusern sind Kokospalmen, die sich für die Drahtantennen anbieten. Eine Einfriedungsmauer dient einer R7000 als Befestigungspunkt. Mittlerweile ist es Zeit zum Mittagessen, und wir begeben uns in das Restaurant. Man kann immer zwischen zwei Vorspeisen, Haupt- und Nachspeisen wählen. Ohne Günthers Übersetzungen wäre ich aber sicher verhungert. Anschließend geht es gleich ans Antennenbauen. Wir haben also zwei Cushcraft R7000 für 10 bis 20 Meter, eine von Günther selbst gebaute 11-Element Draht Logperiodic für 10 bis 20 Meter, ebenso eine Eigenbau 4-Element-Draht Logperiodic für 40 Meter und einen Dipol für 30 Meter. Die anderen Antennen (Titanex V80 und Cushcraft MA5V) kommen dann mit dem zweiten Team mit. Nachdem wir die erste R7000 montiert hatten und das Koax verlegt war, waren plötzlich nur noch Günther und ich im Freien. So war das nicht ausgemacht und nach einer kurzen Intervention in deren Zimmer waren wir wieder komplett. Die 4-Element Drahtbeam wurde das erste mal aufgebaut und musste am Boden noch fertig gebaut werden ehe wir an die Antennenmontage denken konnten. Pro Draht Logperiodic benötigten wir sechs Abspannpunkte, drei auf den Palmen und drei auf der gegenüberliegenden Gefängnismauer. Wer schon einmal versucht hat eine Schnur über eine circa zwölf Meter hohe Palme zu befördern, weiß wovon ich spreche. Mit einem Stein geht da gar nichts. Entweder man trifft nicht so hoch oder die Schnur verfängt sich bereits am Boden im Gras. Auch mit der mitgebrachten Steinschleuder von Bernard haben wir keinen Erfolg. Also musste eine andere Technik entwickelt werden. Wir verlängerten den Glasfiebermast mit einer zwei Meter langen Metallstange und befestigten an der Spitze einen Drahthaken als Führung für die Schnur. So legten wir den Mast an eine Palme und versuchten den Stein samt Schnur über ein Palmenblatt zu befördern. Dies gelang nach einigen Fehlversuchen ganz gut. Man glaubt gar nicht, wie schwer so ein Mast samt Metallverlängerung mit gestreckten Armen werden kann. Die Befestigung an der Gefängnismauer war dagegen ein Kinderspiel. Und so schafften wir es in vier Stunden bis zum Abend auch noch, die 11-Element Drahtantenne und den 30m-Dipol aufzubauen. Die Antennenrichtungen passten auch Richtung Europa. Die 40m-Antenne hängt zwar etwas zu nieder, aber wir beschließen, dies dann erst Morgen zu korrigieren. Die Laptops mussten mit den wireless LAN Karten bestückt und das Computernetzwerk aufgesetzt werden. Dies funktionierte dank der Vorbereitung von Bruno recht gut.

Es wird bereits gegen 18h45 Lokalzeit finster, und bis zum Abendessen haben wir noch etwas Zeit zum Funken. Wir starten auf 30m in CW und gleichzeitig auch die Digitalen Betriebsarten mit der R7000. Bis zum Eintreffen des zweiten Teams können wir den 500W Amplifier für 40m verwenden. Um 20 Uhr gehen wir dann Abendessen. Ich bin mittlerweile gesundheitlich ziemlich angeschlagen uns habe starke Halsschmerzen. Die Hitze beim Antennenbau und die Anstrengungen haben sich sicher auch nicht gerade positiv ausgewirkt. Ich habe an dem Tag mindestens vier Liter Wasser getrunken, aber das schwitzt man alles wieder heraus. Medikamente haben wir zwar reichlich mit, aber für Halsschmerzen ist leider nichts dabei. Na, und Einkaufen kann man auf der Insel natürlich auch nichts. Aber was soll´s, wir sind zum Funken hier ,also rann an die Geräte.

Ich setze mich an den FT-897 und lege auf 40m SSB so richtig los und habe ein tolles Pileup von EU und USA. Als erste österreichische Station kommt Heinz OE8HIK mit echtem 5/9 Raport ins Log. Nachdem meine Stimme immer weniger wird, übergebe ich an Günther und lege mich für ca. vier Stunden schlafen.

Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Frühstück. Zu Tee oder Kaffee gibt es getoastetes Weisbrot, ein kleines Stück Butter und etwas Marmelade. Nach der morgendlichen Stärkung geht es an den Aufbau der zweiten R7000. Mit meinen mitgebrachten Metallschellen montieren wir die Antenne an den Gitterstäben eines massiven Eisentores. Die 40m Beam wird etwas höher gehievt, um eine bessere Abstrahlung zu bekommen. Gegen 14h Lokalzeit (= 17h UTC) habe ich einen Sked auf 20m mit meinen Freunden ausgemacht. Als ich auf die vereinbarte Frequenz komme, höre ich bereits OE1GQA und OE1GPC nach mir rufen. Das Signal ist etwa 5/5-7. Ich antworte --- nichts. Ich werde trotz mehrmaligem Rufen einfach nicht gehört. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Es scheint als ob wir nur einseitige Ausbreitung haben. Somit kommt leider keine Funkverbindung mit der Heimat zustande. Da ich nach wie vor angeschlagen bin, lege ich mich nach dem Abendessen gleich ins Bett. Der Rest der Truppe ist fleißig am funken, und das Log beginnt sich ganz ordentlich zu füllen. Wir hatten auch ein Online Log angekündigt. Dies konnte jedoch leider nicht realisiert werden, weil uns der Internetzugang aus Kostengründen von der Betreiberin nicht gestattet wurde. So wurde via GSM Handy täglich ein aktueller Bericht an unseren Webmaster Pascal F5JSD geschickt ,und auch er versorgte uns mit wichtigen Informationen aus unserem Internet Guestbook.

Am Mittwoch in der Früh geht es mir auch nicht wirklich besser. Ich sitze bei 30° in der Sonne und habe Gänsehaut am ganzen Körper. Also wieder ab ins Bett und schwitzen. Nach dem Mittagessen nehme ich ein Aspirin C und versuche wieder etwas zu funken. Ich kann endlich eine bekannte Stimme im Pileup erkennen. Es ist OE1XXU, die Clubstation meines QRL, Thomas ist am Mikrofon. Die Bedingungen sind zwar nicht berauschend, aber für ein kurzes QSO auf 20m hat es gereicht. Leider strengt mich der SSB Betrieb sehr an, und so muss ich wohl oder über wieder aufhören.

Am Donnerstag soll die zweite Gruppe dazustoßen. Ich arbeite etwas RTTY am Vormittag, bis dann kurz vor Mittag die Verstärkung samt Medikamenten bei uns eintrifft. Ich werde sofort mit Medizin vollgestopft, und so geht es mit meiner Gesundheit wieder langsam aufwärts.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einer kurzen Lagebesprechung werden die weiteren Stationen inklusive der Lowbandstation aufgebaut. Serge F6AML und Matthieu F5PED bauen die mitgebrachte V80 von Titanex zusammen, und das gesamte Team hilft anschießend beim Aufstellen. Auch die Cushcraft MA5V Vertikalantenne wird auf einem Metallrohr fixiert. In der Zwischenzeit habe ich mit Frank F4AJQ die K9AY Empfangsantenne in etwa 50 Meter Entfernung zur Titanex aufgebaut. Wir schaffen es gerade vor Einbruch der Dunkelheit die Anpassschaltung für die Titanex zu realisieren und verlegen etwa ein Kilometer Radials. Die Antenne soll auf 80 und 160m verwendet werden. Sendemäßig funktioniert alles einwandfrei, nur die Empfangsantenne liefert keine Signale. Wie kann das sein? Ich habe doch vor dem Abflug zu Hause alles genau so aufgebaut und getestet. Da war alles OK. An eine Fehlersuche ist in der Dunkelheit leider nicht mehr zu denken. Uns so wird in der ersten Nacht auch über die Sendeantenne empfangen. Als wir mit CW loslegen wollen, lässt sich der TRX mit dem PC einfach nicht auf senden schalten. Vor der Übersiedlung von unserem ins Lowband Shack hat doch alles noch funktioniert. Nachdem ich den TRX zerlegt habe und keinen Fehler in der eingebauten CW Buchse gefunden habe, stellt sich heraus, dass die parallele Schnittstelle im BIOS disabled war. Man glaubt gar nicht, was so alles schief gehen kann obwohl alles vorher getestet wurde. Nun legen unsere Lowband OP´s Serge und Matthieu so richtig los – das Pileup ist gewaltig.

Gleich am nächsten Morgen mache ich mich an die Fehlersuche. Das Übel ist rasch gefunden. Einer der BNC Stecker macht einen Kurzschluss zwischen Außen- und Innenleiter. Also einen neuen Stecker montiert und alles funktioniert klaglos. Eine Herausforderung war es auch, bei dem FT-897 alle nötigen Steuersignale für die Endstufe, die PTT, die PC Tranceiversteuerung und die externe Umschaltung für die RX Antenne zu realisieren. Leider haben diese kompakten Tranceiver keine getrennten Buchsen, und so muss man sich im Eigenbau mühsam die benötigten Signale aus der Minibuchse herauskitzeln. Dafür habe ich aber schon zu Hause eine Verteilerbox gebastelt. Standardmäßig gibt es da gar nichts zu kaufen. Am Nachmittag habe ich dann ein tolles Pileup auf 17m und ich kann NA, SA und EU gleichzeitig arbeiten. Nach vier Stunden intensiver Arbeit gehe ich dann Abendessen. In der Nacht geht wieder 40m ganz hervorragend, und so gehören nur wenige Stunden Schlaf bereits zur Tagesordnung. Mein Hals hat sich auch wieder halbwegs normalisiert, und so kann ich den Funkbetrieb jetzt so richtig genießen.

Am Samstag geht es dann so richtig zur Sache. Man merkt, dass Wochenende ist und viele Amateure an ihren Stationen sitzen. Allerdings scheinen viele nur noch auf Meldungen im Cluster zu warten. Denn man ruft schon mal zehn Minuten CQ bis sich jemand meldet. Und wenn man dann im Cluster steht, geht die Post so richtig ab. Also wenn man in Ruhe DX arbeiten möchte, sollte man wieder klassisch die Bänder durchsuchen.

Nun noch ein paar Worte zum Benehmen der verschiedenen Kulturen auf den Bändern. Den Europäern wird ja öfter eine schlechte Betriebstechnik nachgesagt. Also ich muss sagen, dass ich keine gewaltigen Unterschiede zwischen USA, Südamerika und Europa feststellen konnte. Leute ohne Ohren gibt es überall, nur die Japaner scheinen dieses Problem nicht zu kennen. Apropos Japan. Wir wussten, dass diese Richtung schwer sein würde, aber nach den ersten Tagen hatten wir keinen einzigen Japaner im Log. Also entschlossen wir uns, die Drahtantennen umzuhängen und uns auf JA zu konzentrieren. Wir hatten nur jeweils etwa eine Stunde am Morgen und am Abend, wo es theoretisch in diese Richtung gehen sollte. Also riefen wir in dieser Zeit gezielt „Only JA". Und ich muss sagen, es hielten sich fast alle Stationen an unsere Anweisungen. So schafften wir es, bis zum Ende unserer Operation über 500 Japaner zu loggen.

Am Sonntag bekamen wir dann Besuch von unseren Freunden FY5HE und FY5FU mit ihren XYL´s, und wir verbrachten einen gemeinsamen Tag auf der Insel. Fotos wurden gemacht und die Insel besichtigt. Es dauert etwa eineinhalb Stunden, um die Insel zu Fuß komplett zu umrunden. Es gibt einen kleinen Pfad entlang der Küste, der zum Spazieren einlädt. Auf der Insel gibt es viele Palmratten (eine Mischung aus Hase und Ratte), zwei Affenarten und jede Menge Leguane und Eidechsen. Auch Papageien wohnen auf der Insel. Diese sind sehr zutraulich und stibitzen sich beim Frühstück schon mal ein Stück Brot.

Eine Tolle Erfahrung war auch der Betrieb auf 80m in SSB. Trotz der massiven Statik crashes gelang es mir in den Abendstunden, viele Stationen zu loggen. Unter anderem wieder Heinz und andere OE´s. Auch die höheren Bänder erweisen sich durchaus als brauchbar. Am Mittwoch habe ich tolle Bedingungen auf 10m, und so kommen an diesem Tag etwa 700 Stationen auf diesem Band ins Log. Wir haben auch eine 6m Bake installiert, können aber leider keine einzige Bandöffnung feststellen.

So vergehen die Tage wie im Flug, und am Donnerstag beginnen wir bereits in der Früh mit dem Abbau der Stationen. Die Digi Station und eine weiter in SSB werden bis zur letzten Minute betrieben. So kommen auch am letzten Tag noch einige QSO´s ins Log. Als letzte Station wird PA0JHM auf 12m in PSK31 gelogged. TO7C gehört damit der Geschichte an. Wir sind mit dem erreichten Ergebnis von 25.247 QSO´s in zehn Tagen sehr zufrieden. Immerhin konnten wir 8021 QSO´s mit den USA, 2524 mit DL, 2016 mit F und immerhin 192 mit OE machen.

Am Nachmittag geht es dann wieder mit dem Schiff zurück zum Festland, und wir beziehen wieder das Apartment für eine Nacht. Am Abend treffen wir uns noch mit FY1FL, welcher für die Clubstation FY5KE verantwortlich ist, zum gemeinsamen Abendessen. Und so geht dieser Tag mit gegrillten Fleisch, flambierten Bananen und reichlich einheimischem Bier und Rum auch zu Ende. Am Tag unseres Rückfluges steht noch der Besuch des Ariane Space Centers auf der Tagessordnung. Wir sehen das Controlcenter, hören einen interessanten Vortrag und fahren mit einem Bus auf dem weiten Gelände zu den Abschussrampen. Mittags treffen wir uns bei Andre FY5HE und dessen XYL. Sie wohnen in Cayenne in einem netten Haus mit Garten. Sein Nachbar ist Pierre FY5FU. Beide haben tolle Stationen und reichlich Antennen. Die XYL von André serviert uns eine Bowle und gebackene Meeresfrüchte. Als Abschiedsgeschenk bekommt jeder von uns noch eine Flasche weißen Rum von Pierre. Beim gemeinsamen Mittagessen wird noch nett geplaudert und es werden bereits weiter Pläne geschmiedet.

Um 18h30 geht dann unser Flug zurück nach Paris. Beim Durchleuchten des Glasfiebermastes muss ich erklären, dass es sich um einen Antennenträger und nicht um eine Angelrute handelt. Denn Angelruten sind in der Kabine nicht erlaubt. Also Mast ausfahren und herzeigen. Als ich dann beim Boarding stehe, werde ich nicht ins Flugzeug gelassen. Etwas mit meinem Koffer sei nicht in Ordnung und man wolle einen Blick hinein machen. Also folge ich dem Security Personal quer über den Flughafen zu der Gepäckskontrolle. Ich sperre meinen Koffer auf und zeige den verwunderten Beamten den Inhalt. Viele Meter Kabel, Kopfhörer, Werkzeug und sonstiges werden bestaunt und dann darf ich meinen Koffer wieder abschließen. Alles OK. Nach einem recht unruhigen Flug landen wir sicher in Paris. Wir werden von vielen französischen Funkfreunden feierlich empfangen. Ich habe nur wenig Zeit, da mein Anschlussflug nach Wien bereits drei Stunden später geplant ist, und so hetze ich zum Transferbus, welcher mich von Orly zum Flughafen Charles de Gaulle bringt. Leider gab es mit der Maschine irgendwelche Probleme, und so starteten wir mit zwei Stunden Verzögerung Richtung Wien. Meine XYL empfing mich am Flughafen. Ich war nach dem tollen Erlebnis der vergangenen beiden Wochen auch wieder froh, meine Familie und Freunde zu sehen. Es war wirklich eine großartige Erfahrung einmal selbst zu erleben, wie es den Expeditionären bei Ihren Abenteuern so geht. Es wird auch sicherlich nicht mein letztes Abenteuer gewesen sein. Denn wenn man sich mit dem Virus infiziert, hat lässt es einen so schnell nicht wieder los.

Zum Schluss stellt sich noch die Frage „Where do we go next"? Ich kann nur sagen: Die Vorbereitungen für die nächste Dxpedition laufen bereits...

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English Version:

The TO7C story began in Lomé (Togo) airport lounge while the 5V7C team was waiting for the return flight to Paris. We were willing to quickly setup a new "light" DXpedition to an island part of the IOTA programme. The new location had to be close to the equator due to the poor propagation conditions expected in 2005 and be relatively rare. The Salut Islands (SA-020) looked like a good compromise.

The Salut Islands archipelago, located at 14 kms from the French Guiana coast, was named by the survivors of disastrous Kourou expedition in 1764. It is made of: the largest "Royale Isl." (our destination), "St Joseph Isl." and the small "Devil's Isl."

9 months ahead of our departure, we began working on the operation and decided to setup a first meeting after the summer holidays at Bruno/F5AGB ‘s house.

On October 10th, all the main details were firmed-up. The team already knew pretty well each others from previous operations: TM5S, TM5Y, TM5N, TM7R, 5V7C… The group of 10 operators was made of: F4AJQ, F5CW, F5AGB, F5TVG, F5VHQ, F6AML, YL F6EGG, F8BJI, F9IE and OE3GCU. Unfortunately F5JSD and F8BUI cannot join us this time… too bad!

A few days after this initial meeting, we received the callsign we requested: TO7C.
Dany/F5CW had an unexpected commitment and was replaced by Matthieu/F5PED. We kept working the details, the web site was online with the help of Pascal/F5JSD, we contacted our sponsors and had ongoing exchanges with Andre/FY5HE who helped us a lot with local logistics. We also contacted the Kourou club station FY5KE and Didier/FY5FY kindly loaned us his power amplifier for the low bands. We booked the Salut Islands resort as well as plane and boat tickets. We were ready for departure!

A friend from the Clipperton DX Club, F5AHO, who stayed on the island some time ago sent us photos of the resort that really helped us planning the antennas layout ahead of our arrival.

The D Day finally arrived and the pathfinder team made of OE3GCU, F9IE, F8BJI, F5VHQ and F5TVG left on March 6th. The other crewmembers were due to join them on the island on March 10th with the remainder of the equipment.

As usual, we only took light transceivers: IC706MK2G, FT100D, TS50, FT897 and TS480. Antennas were a little bigger: V80E vertical and K9AY loop for the low bands, 2 x R7000 and MA5V verticals, 4 elements wire log yagi for 40m and an 11 elements wire LPDA for 10-40m both made by F5VHQ. In addition to this we used a 6m HB9CV as well as a sloper on 30m. Five laptop PCs were loaned to us by OE3GCU’s radio club and F5AGB installed a wireless LAN allowing us to take advantage of the great networking features of F5MZN’s logging software WinTest. The use of band filters was very helpful and allowed us to run up to 6 stations simultaneously without any major issue. Finally, a bunch of tools, connectors and nearly 500m of coax cable completed our luggage along with a few T-shirts, socks and anti-mosquito lotion.

Sunday March 6th

Paris Orly airport: Happy birthday Jean-Paul F8BJI
Most of us met Günther OE3GCU for the first time. After a last coffee, luggage check-in and customs clearance were seamless, French Guiana was only 8 hours away…

Cayenne airport: The pathfinder team received an unforgettable welcome from FY5HE and local hams. After a great dinner with them, a quick drive to the FY5KE club station to pick-up the power amplifier and a short sleep in the "Gros Bec" hotel in Kourou, they were ready to take the boat for Royale Island.

Monday March 7th

The team received again a great welcome from Angele the lady managing the Salut Islands resort. She allowed us to setup our stations and antenna farm as we wished. We also quickly met with the Agouti rats and lice as well as with some well sized mosquitoes… We started strongly scraping our legs! The antenna setup was a major undertaking with 35°C and 95% humidity. We kept drinking water all day long and our stock of bottles quickly decreased.

Nevertheless, the first contacts were logged at 1916z, digimodes were running well, 40m SSB was well opened to Europe and the 30m sloper allowed us a few contacts.

Tuesday March 8th

1,000 QSO were in the log at sunrise.

F5VHQ and OE3GCU lost their voice… not due to the pile-up, but more likely due to the contrast between the air conditioning in the plane and the local temperature. Three days ago, the temperature in France was only 1°C, it was now over 30°C. The team phoned Frank/F4AJQ who was part of the second team, telling him not to forget tabs for throat pain…

Traffic began on 10, 12 and 17m and a long pile-up night began in CW, RTTY and PSK.

Wednesday March 9th

At 05:00am the alarm clock rang near Paris, it was now time for the second team to go, F6EGG arrived by train from the south of the country on the day before. F4TTR and F4BUX drove the whole group to the airport. After a quick coffee and some more luggage check-in and custom clearance, the team was in the plane. Travelling with a Titanex V80E weighting more than 20kg is not always easy.

8h30 later, the group arrived in French Guiana. F4AJQ, F5AGB, F5PED, F6AML and F6EGG were welcomed by FY5HE and his wife Marie-Jo, FY5FR, FY0EK and even Daielle & Elli some friends from Paris who relocated to Guiana five years ago were there. The team then headed to Kourou where they stayed for the night like the pathfinders. They bought dozens of bottles of water prior to boarding as the water on Royale is non-drinkable. After a quick meeting with FY1FL, everybody went to bed.

The friends on the island had already logged 3,100 QSO in the evening.

Thursday March 10th

After breakfast and a short walk in the old city of Kourou, Jacques/FY1FL and the owner of the "Gros Bec" hotel used their 4x4 to bring our equipment to the harbour. An hour later, the second group was on Royale island, it looked like heaven for us, but it was impossible to forget all the convicts who died in the prison that used to be there.

Franck/F5TVG and two local policemen were waiting for them; Franck’s legs were amazing with all the mosquito punctures… We brought all the equipment to the resort using the owner’s pick-up. Everybody was pleased to be again as one team. Franck was not the only winner at the mosquito game!

During lunch, the whole group had a briefing on the V80E and the K9AY setup. We also had to install the MA5V. While installing the low bands antennas with F9IE and OE3GCU, Frank/F4AJQ had faintness due to the heat. He felt much better after a shower and a short sleep.

Propagation improved on the higher bands, but conditions remained very difficult to Asia and Pacific.

Matthieu F5PED finalized the V80E matching system for 160m using some electrical cable, a lot of know-how and a plastic bag on top to protect it. It did not look nice, but it worked great! F6AML and OE3GCU had problems with the TX/RX antennas switching system, but had to give-up at sunset as thousands of mosquitoes arrived. The low bands traffic for that night was made using the V80E as a receiving antenna. That was a long night…

Friday March 11th

All the technical issues were fixed, we still had to install the 6m antenna and we were fully operational. Due to the great distance between stations, we had some issues with the wireless LAN, but F5VHQ decided to fix that finding an optimum location for the access point. The night was tuff for F6AML and F5PED on 80 and 160m due to the atmospheric noise, but nevertheless they managed to log 470 contacts on these bands. We now had 4,130 QSO and it was time for breakfast.

F5VHQ and OE3GCU started feeling better, our SSB run rate was about to improve. F8BJI and F5TVG kept running the digimodes stations in RTTY, PSK31/63. Everything went well and pile-ups were nice. F9IE and F5AGB enjoyed running CW while Frank/F4AJQ focussed on 12/17m SSB.

Conditions were good to the USA and Europe but still terrible to Asia despite many efforts to contact this part of the world.

F6EGG went for a walk on the island and brought back a bunch of great pictures.

The beacon on 6m was running, but the band was completely dead.

With the help of the K9AY antenna, some 600 additional QSO were logged on 80/160m during the night.

We began getting used to mosquitoes, sunburns and heat. F6EGG noticed that the level of water was decreasing too quickly and the team contacted FY5HE who was due to visit us on Sunday to bring some more.

Saturday March 12th

8,115 QSO were in the log at 0800z

Everything was fine; F4AJQ and F5TVG went for a visit to the former prison and found some poles allowing us to raise the R7000 antennas 4m higher, hence improving their performance. At the same time, we enjoyed the first openings to JA, VK and ZL. F5VHQ and OE3GCU voices were now fully operational and the SSB rate was amazing despite deep QSB on 10, 12 and 15m. F8BJI kept offering many new ones in digimodes. During that time, F5AGB and F9IE remained silent, but the CW pile-ups were huge and they logged many contacts.

Everybody got used to tropical propagation and to the rhythm of the dx-pedition keeping focused in order to reach at least 20,000 QSO. For F6AML and F5PED, the conditions on the low bands were good despite the high level of static noise. The 6m beacon was still transmitting, but nobody replied.

Sunday March 13th

We had 11,707 QSO logged at sunrise. We were happy to contact many friends in France who kept motivating us. As everyday, John/F5VHQ phoned Pascal/F5JSD, our pilot station, who gave us feedbacks and helpful real-time propagation simulations prepared with the help of Dany/F5CW. Pascal then updated daily our web site.

Conditions to Europe remained difficult on the higher bands, but we finally had nice openings to Japan on 17 and 30m.

It was already time to welcome our friends FY5HE and FY5FU and their wives who landed with the morning shuttle. We spent a great day with them celebrating and discussing future radio projects. It was a bit more difficult to let them go… as one knows, it takes 5 minutes to a ham radio operator to say "hello" and 3 hours to say "goodbye"!

Before sunset, we turned the 40m wire beam to Japan and the results were worth the effort. We had a strong demand for 80m CW and we logged an additional 600 contacts on that band during the night.

Monday March 14th

Following the daily phone call to F5JSD, F5VHQ prepared as usual the daily planning; we now focused on 10/20m CW as well as WARC bands. We spent a lot of time turning the 11 elements wire LPDA to Japan and moving the K9AY to a new location with a better take-off to Europe and North America.

The low bands planning had been published on Internet and the new antenna location showed significant improvement, we now had 15,923 QSO. A good opening on 15m even allowed Jean-Paul/F8BJI to run SSTV, he made 40 contacts in that mode, even forgetting lunchtime. He really heard many "thanks for the new one" on that afternoon. Openings to East Asia/Pacific remained very short, nevertheless we had 198 JA, 22 VK and 23 ZL contacts to date.

The "magic band" was still desperately dead and we kept trying several beam headings.

Tuesday March 15th

Our target was 20,000 QSO, and we were now at 19,329 contacts, so why not offsetting our target to 25,000 QSO? The whole team was still very motivated despite a small storm that damaged the 11 elts LPDA as well as several other antennas. This kept a large part of team to fix this while traffic kept running on 15/20m CW and 12/17m SSB. Our run rate was good with a strong improvement on the higher bands, 10m was open all day and F5TVG even made a few contacts in FM on that band.

During the evening, a great opening to Japan on 17m allowed us to reach 410 contacts with this country. We ran a bit in RTTY on 80m during the night and Bernard/F9IE remained focused on 30m while fighting with the mosquitoes. Six meters was still closed.

Wednesday March 16th

At 0900z, we had 21,987 QSO in the log… we were all anxious to reach 25,000.

This was the day prior to our departure and F5VHQ kept optimizing the wireless LAN. Conditions were good and we still had 5 stations running simultaneously.

During this time, a part of the team went for a visit of the prison where thousands of convicts such as the famous Seznec, Captain Dreyfus or Henri Charriere were jailed. This last one was also known as "Butterfly" due to his many attempts to escape from the island.

As the coming night was the last one on the island for us, F6AML and F5PED decided to give a try to 160m SSB. In the afternoon we finally had one contact on 50MHz, unfortunately, this was not a DX… but our friend FY1FL who was in Kourou, 15km away from us!

During the afternoon, we began packing some equipment, and started thinking where to fit the bottles of rum we decided to bring back. We decided to stop all traffic for a few hours on that last evening in order to celebrate our dx-pedition. After dinner we were all surprised to see a big cake and two bottles of champagne coming… Happy Birthday Jacky/F6EGG !!!

During the night, conditions on the topband were tuff, SSB contacts were difficult and only a few European stations managed to break through the North American ones in this mode.

Thursday March 17th

The last day finally arrived, were we about to reach 25,000 QSO?

The whole team was very busy packing-up all antennas while 3 stations kept running. Everybody was exhausted due to the lack of sleep and the heat. The temperature was already over 30°C at 08:00am local time. As time passed, the number of active stations began decreasing. It was time to take some pictures of the group and ask Angele the manager of the resort to use her pick-up to bring the equipment back to the small harbour. Our new friends from the local police visited us to say goodbye and told us they really enjoyed our presence and hobby.

After the final lunch, we started negotiating with Günther/OE3GCU and Jean-Paul/F8BJI to stop SSB and RTTY pile-ups, we only had a few minutes left to pack their stations and run to the boat.
As soon as they sent the final QRT, John/F5VHQ began compiling logs.

We loaded all the equipment on the boat and headed back to Kourou where John was pleased to announce that we made 25,247 contacts with 126 DXCC entities. We were all very happy about this. FY1FL and the owner of the "Gros Bec" hotel were waiting for us in Kourou and we ran to the showers once we had collected our rental cars. During the evening, we decided to go for dinner in the centre of Kourou and got lost… fortunately, FY1FL helped us once more! During the dinner, we debriefed and got an overall positive result of the operation.

Friday March 18th

We all woke up early, as this was our recreational day; we bought tickets to visit the Kourou space center. It is hard to describe what you feel when you enter the Ariane 5 rocket control room and particularly when you visit the launch pads. We really felt small.

We made a last visit to FY1FL who works in the space center at the end of this 3 hours guided tour. We then met FY5HE and FY5FU and their wives who brought us the souvenirs we asked them to buy for us. We then headed to the restaurant where we met FY5FR and FY/F5PPO.

Franck and John noticed a small island a few miles away from the restaurant, but Thierry confirmed it is impossible to activate this one because access is strictly forbidden, as landing it is too dangerous.

We then headed to the airport where we had some difficulties during check-in due to excess luggage and also during custom clearance where we had to explain what all this aluminium and electronic equipments were for…

It was time to say a final goodbye to our hosts, it is sure we will never forget them.

The flight back to France was really tuff and we could barely sleep. Prior to landing, the fog in Paris was so dense that the pilot was close to divert the flight to another airport, fortunately he found a narrow window and we were all happy not to spend a few hours more in bus transfer! We had a hard time getting off the plane with only 5°C external temperature, but our friends were there to support us: F5JSD, F5CW, F5ABI, F5IWO, F8BTP, F8CTY, F8BUI and Micheline (YL F9IE). Günther/OE3GCU quickly ran to catch a correspondence flight to Vienna in another airport 60km from there. We could now get back home after a breakfast all together at the airport.

This operation shows it is possible for a team of motivated operators to setup a serious dxßpedition while keeping a lot of room for fun and only using a limited budget.

We would like to thank our sponsors:

F6KOP, Clipperton DX Club, REF-Union, REF 77, UFT, UKSMG, Nanchatte DX Akoukai, ADL325, GES Paris, GES Savigny, DXSR, Radio 33, Win-Test, The City of Provins, The "Gros Bec" Hotel, The Salut Islands Resort and Net Immeuble.

As well as the following individuals for their various but essential help:

F4BUX, F4TTR, F5JSD, F5AHO, F5JFU, F5NQL, F5IWO, F5LEN, F5CW, F8BBL, F8BTP, FY5FU, FY5FY, FY5KE, FY5HH, FY1FL, FY0EK, FY5FR, OH3XR, SP6NVK, The TO4E team, Jean-Pierre, Daielle, Elie, Marie-Jo, Laurence and all those who supported us on the air.

Finally special thanks to Andre FY5HE, without him, setting up the logistics of this expedition would have been much more difficult.

We already have several projects for next year and started working on them, so stay tuned!

Thank you

The TO7C Team

http://to7c.free.fr

We dedicate this dx-pedition to Noah