ANALOGER SATELLITENFUNK
(EIN RUECKBLICK VON OE1JIS UEBER 10 JAHRE)



Seit dem Start von SPUTNIK im Jahr 1957 dessen Signale weltweit gehoert wurden ist die Funktechnik in eine neue Entwicklungsphase getreten So begann auch ich mich als Funkamateurneuling 1989 fuer den Satellitenfunk zu interessieren.

Es gab damals in der naeheren Umgebung wenig Informationen und auch keine Wissensvermittler dafuer. Wesentlich war damals fuer mich,das ich von OE7FTJ die Anschriften der AMSAT Organisationen erhielt.Von diesen erhielt ich dann die wesentlichen techn.Informationen um mit den Amateur-Satellitenfunk beginnen zu koennen.

Alle Fragen bezueglich Antennen, Rotoren,Antennenausrichtung und Tracking mit Hilfe von PC Programmen musste ich mir erarbeiten und loesen. Am 9. Juni 1990 16.00 UTC war es soweit ,das erste SAT.QSO  mit G6WDF gelang mir ueber OSCAR 13.In der Folge wurde dann auch Oscar 10 gearbeitet. Dies im B Mode (70cm Uplink und 2 m Downlink )

Spaeter gefuehrte QSOs waren im J Mode (2m Uplink und 70 cm Downlink) und L Mode(24cm Uplink und 70 cm Downlink).Mein Rigg wurde mehrmals umgebaut, zuletzt kam noch der S Mode dazu (70 cm Uplink,13 cm Downlink)
sodass im Endzustand Antennen von 4 verschiedenen Baendern auf der drehbaren Antennenanlage samt den entsprechenden Mastvorverstaerkern und Filtern aufgebaut war. Damit konnte ich alle SAT. Modes bis heute arbeiten ,die verfuegbar waren. Auch mit der Antennenart machte ich meine Erfahrungen und Experimente.
Wer einmal die Faszination der Satellitenfunks erlebt hat, moechte damit nicht so schnell aufhoeren. Mit kleinsten Leistungen und Antennen weltweit Verbindungen zu haben ist schon sehr befriedigend. DX wurde gearbeitet.Ende 1990 waren die ersten 100 Laender gearbeitet. 

Ich erhielt das DXCC Diplom Nu78 weltweit ueber Satellit. 

Das war der Anfang.

Heute ist mein Laenderstand bei 235, wobei ich als erster OE die 200 ueberschritten hatte. Nicht vergessen werde ich wie ich OE1VKW kennen lernte. Eines Tages laeutet das Telephon und OE1VKW war am anderen Ende.Er kam von einer Konferenz in Japan zurueck,wo man ihm meine QSL Karten von den Japanern praesentierte. Nun wolle er meine Station sehen. Damals hatte ich lokal wenig bemerkt schon 3000 QSO gemacht. Auf 145.890 Downlink traf sich fast taeglich eine weltweite Interessensgruppe um Erfahrungen am Sektor DX auszutauschen, es war die sog 890 Gang die sich alle kannten. In der Folge kamen auch einige mich in Wien besuchen: JA1HBC,KK3K.

Ende 1996 verloren wir dann aus bekannten Gruenden den Oscar 13. Mein Betaetigungsfeld verlagerte sich auf den AO 10 sowie die russischen RS Satelliten RS10/11,RS12/13,RS 15 und die  LEOs(LOW ELEVATION ORBIT) FUJI FO20,FO29,AO27 sowie MIR. Die LEOs sind nur kurz ueber dem Horizont und daher schwieriger in Phonie zu arbeiten. Auch in den Fielddays von ADL 325 habe ich Satfunk betrieben und dafuer ein portabel Rigg fuer den B Mode zusammengestellt.(Bild A)UEber Einladung des ORF konnte ich am Marconitag 1995 als OE1M und 1996 als OEM1M(1000 Jahre OEsterreich) OE ueber SATmit diesen Rigg in die Luft bringen. Vorbereitend auf den neuen P3D Satelliten begann ich mich mit dem 10 Ghz Empfang praktisch zu beschaeftigen und habe dafuer eine einsetzbare Loesung gefunden. 

Nach mehr als 7000 QSO bis heute ueber alle analog arbeiteten Satellittransponder und etlichen erarbeiteten Diplomen warte ich schon auf Ao40. Hoffentlich sind die Probleme der Inbetriebnahme bald ueberwunden und der Satellit benuetzbar. Bei bevorstehenden Minima des Sonnenzyklus waere das schon positiv fuer alle die gerne DX Verbindungen machen!

Beste Gruesse an alle SAT Freunde von JOSEF OE3JIS

AMSAT UK und NA(lifetime) Mitglied