Projekt: Antennenreparatur bei OE1GQA

 

Am 27.7.2003 trafen sich Franz OE1FLA+XYL Lisi, Karl OE1BKA mit XYL Maria, Josef OE1JLU, Günther OE3GCU, Hans OE1SSW, Hildegard OE1YQS und Leopold OE1LRS bei Günter OE1GQA und Ruth OE1YQA um Fehler in der Antennenanlage zu reparieren.
Der Fehler war, dass beim Betrieb mit der 3-Element Beam Cushcraft A3S Unterbrechungen auftraten, und zwar am stärksten am 10m Band, weiters zu bemerken am 15m Band und kaum störend auf 20 und 40m. Anfangs konnte die Unterbrechung durch einen kurzen Druck auf die Sendetaste behoben werden und trat erst nach einiger Zeit wieder auf. Dieser Effekt wurde allerdings immer schlimmer und zum Schluss konnte das 10m Band nicht mehr verwendet werden. Vermutung war eine Oxydation irgendwo im Bereich eines 10m Traps.
Im Vorfeld wurde von Georg OE1GPC die Strecke Transceiver bis Ankopplung an das Strahlerelement getestet und durch einen Simulationsabschluß von 50Ohm konnte der Fehler auf die Antenne eingegrenzt werden.

Dann war es soweit: Es wurde beschlossen, am Sonntag Vormittag  den 9m Antennengittermast umzulegen und den Fehler zu suchen. Zu diesem Zweck wurde in einer Entfernung von ca. 30m eine dicke Föhre als Halterung für die Seilwinde genutzt und diese dort mittels Stahlseilen befestigt. Die Seilwinde selbst ist eine alte Ankerwinde von einem Schiff und hat sich für diesen Zweck als sehr gut geeignet herausgestellt. Von der Seilwinde ging es dann mit einem 8mm Stahlseil auf den Mast hinauf.

Da der Sonntag ein besonders schöner und windstiller Tag war hatten wir Glück. Nachdem alle Vorbereitungen und Besprechungen über den Ablauf soweit abgeschlossen waren, ging es zur Sache. Die Verankerungen und Abspannungen des Mastes wurden gelöst und mit vereinten Kräften der Mast aus seiner Position in Kipplage gebracht. Vorbildlich neigte sich der Mast und konnte von unserem Josef ( er bezeichnete seine verantwortungsvolle Tätigkeit an der Winde als "Werkelmann" ) sanft umgelegt werden bis die Antennenelemente den Boden erreichten. Einige Äste von Bäumen die im Weg waren wurden von OE1BKA und OE1SSW mit gärtnerischem Können entfernt.

Nachdem nun alles umgelegt war wurden Messungen durchgeführt. Dabei wurde wie vermutet allerdings kein Fehler festgestellt und es half kein Rütteln und Schütteln, es schien alles Okay zu sein mit der Antenne. Es gab also nur eine Chance: ALLE Traps runternehmen, zerlegen, reinigen, prüfen und wieder zusammenbauen. OE3GCU hat diese Tätigkeit vorbildlich durchgeführt und er stellte fest, dass besonders bei einem 10m Trap die Verbindungsschrauben sehr locker waren. Das wäre eine Erklärung zu dem Effekt, dass sich eine Oxydationsschicht aufgebaut haben könnte. Es wurden somit auf diese Art alle Traps bearbeitet und wieder montiert.

In der Zwischenzeit haben sich unsere Frauen nicht nur als sehr hilfreich bei der Umlegung der Antenne erwiesen und waren sofort jederzeit überall hilfreich vorhanden, sondern haben auch die kulinarische Seite dieses schönen Tages nicht vernachlässigt und ein herrliches Mittagsmahl mit Gegrilltem gezaubert. Während des Essens wurde die weitere Vorgangsweise diskutiert.

Das Aufstellen des Mastes ging so einfach und unkompliziert, dass das sanfte Hochkippen des Mastes von einigen gar nicht bemerkt und registriert wurde. Es traten keine Komplikationen auf, der Mast wurde wieder befestigt, die Abspannungen montiert, und während wir testeten und prüften, ob jetzt alles in Ordnung ist, hat unser Karl OE1BKA noch die Drähte der W3-2000 Antenne, die bei der Gelegenheit gleich auf dem Mast montiert wurde, im Garten verspannt.

Bei Jause und anschließendem Nachtmahl ließen wir den Tag ausklingen und versäumten auch nicht, uns nach der Anstrengung und der Hitze  im Pool abzukühlen.

Es war wieder einmal ein schönes Ereignis der ADL325 und OE1GQA sagt ein herzliches DANKESCHÖN für die große Hilfe bei der Reparatur:

Die Antenne funktioniert wieder perfekt und es konnten sofort Stationen wie VP2 und CY9 gearbeitet werden

Georg, OE1GPC bei der Überprüfung der Strecke Transceiver bis Balunausgang

Die Seilwinde
   

einige Äste sind noch im Weg aber dann......

prüfender Blick: "Uiiiii .... wird das Seil gleich reißen ??"

sanft neigt sich der Mast zu Boden

Abmontieren sämtlicher Traps zur Überholung

unter Aufsicht kontrolliert und repariert Günther OE3GCU alle Traps

typisch: viele schauen - nur einer arbeitet

Endlich: Stärkung mit weiterer Diskussion der Vorgangsweise

das Aufstellen ging "fast" von Alleine

geschafft !!! die Antenne funktioniert und jetzt ab in den Pool