Amateurfunkübung 1. Mai 2009
Bericht von
Wolfgang Scheidl, LM, ASB NRD

 

Am 1. Mai wurde eine schon länger geplante Funkübung durchgeführt. Der Nachrichtendienst des Bezirksfeuerwehrkommandos Korneuburg hat zusammen mit 2 Amateurfunkern an einem österreichweiten Funkproberuf teilgenommen. Es handelt sich dabei um einen Bewerb, wo versucht wird, möglichst viele Verbindungen zu anderen Amateurfunkern herzustellen.

 

Teilgenommen haben: Günter Schödl (Amateurfunker, OE3GCU), Karl Ablöscher (Amateurfunker, OE3KAB), Martin Schretzmeier, Holger Spatsek und Wolfgang Scheidl (Feuerwehr Nachrichtendienst), Roman Kampleitner (FF Kleinrötz) sowie Florian Scheidl (Feuerwehrjugend Bisamberg).

Der Kontakt zu den Amateurfunkern ist durch die FF Kleinrötz entstanden.

 

Als Übungsgort wurde die Elisabeth-Höhe am Bisamberg gewählt. Im Einsatzleit-fahrzeug der FF Stockerau waren die Geräte untergebracht. Im Bild sieht man sie: Der Transceiver (Funkgerät) ist ein Yaesu FT-897, links davon ist das Antennenanpassgerät, rechts ein Laptop, mit dem das Log geführt wurde.

 

 

Die Geräte.

 

Am Antennenmast des Fahrzeuges wurde die Speiseleitung für eine Dipolantenne angebracht. Der Dipol (2 x 25m) wurde dann quer über die Elisabeth-Höhe gespannt.

 

Die Leitung des Dipols ist so dünn, dass man sie am Foto nicht sieht.

 

Gut zu sehen sind die drei Seile, mit denen der Antennenmast abgespannt wurde. An einer der Abspannungen ist die grüne Speiseleitung zu erkennen.

 

 

Das Kommandofahrzeug der FF Stockerau mit dem Antennenmast.

 

Ein aufziehendes Gewitter hat uns dann einige Probleme gemacht, da sich am Dipol hohe Spannungen von ca. 1000 – 1500 V bildeten. Die Funken am Ende der Speise-leitung waren ca. 1 cm lang.

 

Das Gewitter ist dann aber vorbeigezogen, und wir konnten um 16:00 Uhr mit dem Funken beginnen. Das abziehende Gewitter verursachte allerdings immer wieder Störungen (starkes Krachen).

 

Die Übung wurde auf Kurzwelle durchgeführt, und zwar im 40m- und 80m-Frequenzband. Die Frequenzen, die verwendet wurden, waren im Bereich um ca. 7100 kHz (40m) und 3700 kHz (80m). Fixen Kanalraster gibt es nicht.

Es wurde Einseitenbandtechnik verwendet.

 

Im 40m-Band konnten – durch die Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen bedingt – nur Verbindungen nach Vorarlberg hergestellt werden.

 

Im 80m-Band konnten Verbindungen in ganz Österreich hergestellt werden. Die Qualität würde man bei der Feuerwehr bestenfalls als brauchbar einstufen; es erfodert zum Teil sehr viel Übung, die Funksprüche zu verstehen.

 

 

Günter Schödl während der Übung.

 

 

Am Computer sieht man auf einer Karte die Bezirke, zu denen man Kontakt hergestellt hat.

 

Trotzdem muss man sagen, dass diese Art von Funkverbindungen eine sinnvolle Ergänzung zum Feuerwehrfunk darstellen kann. Bei Großereignissen wie z.B. Hochwasser hat sich gezeigt, dass nicht auf alle Kommunikationsmittel Verlass ist. Das gilt besonders für Handys.

 

Amateurfunker haben in der Vergangenheit immer wieder in kritischen Situationen geholfen, etwa beim Lawinenunglück in Galtür.

 

Bei Not- und Katastrophenübungen arbeiten Amateurfunker mit dem Roten Kreuz, dem Bundesheer und dem Innenministerium (selten) zusammen. In Wien gibt es eine Amateurfunkstation im Rathaus.

 

Bei der anschließenden Besprechung wurde die Übung jedenfalls als positiv beurteilt.

 

 

 

 

Wolfgang Scheidl, LM

ASB NRD